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Günstige Möbel mit Haken - Kölner Stadt-Anzeiger
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Preisschlacht

Günstige Möbel mit Haken

Von Willi Feldgen, 08.03.10, 18:03h

Rabatte und kostenloses Mittagessen: Seit Jahren liefern sich Möbelhäuser eine erbitterte Preisschlacht. Der Kampf um die Kunden geht an die Grenzen des Erlaubten. Denn bei den Preisangaben nehmen es einige Anbieter nicht so genau.

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Erstmal hinsetzen: Rabattaktionen sollten Kunden von Möbelhäusern genau unter die Lupe nehmen. (Bild: dpa)
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Erstmal hinsetzen: Rabattaktionen sollten Kunden von Möbelhäusern genau unter die Lupe nehmen. (Bild: dpa)
KÖLN - Seit Jahren werben viele große Möbelhäuser mit hohen Rabatten um Kunden. Preisnachlässe um 50 Prozent und mehr werden dabei zum Beispiel auf „frei geplante Küchen“ angepriesen. Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit. Große Anbieter aus der näheren Umgebung nutzten den verkaufsoffenen Sonntag am 7. März dazu, sich mit Angeboten zu übertrumpfen: „35 Prozent auf Möbel“ versprach der eine. Dazu wird ein komplettes Mittagessen mit Getränk für 3,50 Euro und eine zinsfreie Finanzierung des Möbelkaufs über maximal 45 Monate angeboten.

Der andere bietet „40 Prozent Sonntagsrabatt ohne Wenn und Aber“ plus vier Prozent zusätzlich sowie zwei Flaschen Sekt gratis für jeden Einkauf ab 700 Euro. Das Zigeunerschnitzel mit Pommes kostet 2,50, die Waffel mit heißen Kirschen 90 Cent und Kinder in Begleitung Erwachsener essen sogar kostenlos. Eine „0,0 Prozent-Finanzierung“ des Möbelkaufs wird hier für bis zu drei Jahre annonciert. 55 Prozent Rabatt und einen kostenlosen Geschirrspüler dazu gibt es bei beiden Anbietern für den Kauf einer „frei geplanten Küche“ .

Mehrere „Aber“ gibt es dann doch: Ausgenommen von der Aktion sind nämlich Möbel und andere Warenangebote von 30 konkret benannten Herstellern - darunter etwa Hülsta, Rolf Benz, Paidi, Metzeler, Irisette, Miele, Alno, Mexx und Ritzenhoff. Die zweite Einschränkung: Die aktuellen Angebote galten nur bis einschließlich gestern. Ausgelöst wurde die zeitgleiche Rabattaktion zweier führender Anbieter in der Region nach Einschätzung von Insidern möglicherweise auch, weil erst vor einer Woche ein Möbel-Discounter mit großen Werbeaktionen ein neues Haus in Köln eröffnet hat.

Branchenexperten beklagen: Die immer wieder neu aufgelegten Rabattaktionen könnten dazu führen, dass die Käufer Möbel generell als Ramschware ansehen, die man niemals zu einem „regulären“ Preis kaufen sollte. Bemängelt wird zudem mangelnde Transparenz bei den Originalpreisen. Da es für Möbel in aller Regel keine offenen Preislisten gibt, muss der Verbraucher schon die Endpreise (sowie damit verbundene Serviceleistungen) vergleichen, um den tatsächlich günstigsten Anbieter ausfindig zu machen.



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